KIDNIGH
Musik zwischen Emo-Wave, innerer Unruhe und ehrlichen Momentaufnahmen über mentale Gesundheit, Beziehungen und das Gefühl, nicht ganz dazuzugehören.
kidnigh macht Musik, die hörbar von der Emo-Wave der Jahre 2014 bis 2018 geprägt ist. Schon als Teenager fing er an, eigene Texte zu schreiben. Vor etwa vier Jahren hat er dann seinen ersten Song unter diesem Namen veröffentlicht.
Hinter dem Projekt steckt keine Kunstfigur, sondern einfach er selbst. Wie und wann er an neuen Songs arbeitet, hängt ganz von seiner Verfassung ab. Es gibt Phasen, in denen viel entsteht, und dann wieder längere Pausen. Das Schreiben und Aufnehmen passiert oft spontan aus dem Bauch heraus – manchmal auch begleitet von Cannabis. Bei der technischen Umsetzung, wie dem Mixen und Mastern eines Albums, braucht er dagegen eine klare Struktur, um fokussiert zu bleiben.
Thematisch geht es in seinen Texten um mentale Gesundheit, Beziehungsdynamiken, innere Konflikte und das Gefühl, nicht ganz dazuzugehören. Musik ist für ihn ein wichtiger Weg, damit umzugehen. Früher hat er seine Gefühle eher versteckt und für sich behalten. Heute sind seine Songs der Ort, an dem er am ehrlichsten kommunizieren kann.
Neben der Musik arbeitet er in einem Nebenjob. Sein Alltag ist oft von Selbstzweifeln und einem gewissen inneren Druck begleitet. Wenn er mal ein, zwei Tage nicht an seiner Musik arbeitet, hat er schnell das Gefühl, unproduktiv zu sein. Aber genau aus dieser ständigen Unruhe entsteht letztlich die Ehrlichkeit in seinen Songs.